Investmentfonds - Aktienfonds
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Inhaltsverzeichnis 1. Begriff 2. Fondstypen 3. Vorteile - Chancen-
Risiken 4. Wertentwicklung
5. Kapitalmarktstatistikder
Bundesbank 6. Aktienfondsim
Internet 7. Hinweise und
Navigation   
Begriff   Aktienfonds stellen eine spezifische Art der Investmentfonds
dar, die entgegengenomme Gelder in eigenem Namen für
gemeinschaftliche Rechnung der Einleger nach dem Grundsatz der
Risikomischung je nach Vertragsbedingungen vollständig oder
überwiegend in Aktien investieren und über die sich hieraus
ergebenden Rechte der Einleger Anteilsscheine
ausstellen.
  
Fondstypen   Bei Aktienfonds können verschiedene Anlageschwerpunkte
unterschieden werden: So nutzen Aktienfonds die Chancen spezieller
Märkte (Branchen), Länder und Regionen.
Weiterhin kann differenziert
werden nach Aktienfonds, die nur die etablierten, größten und
umsatzstärksten Aktien erwerben, die in einem Börsenindex
enthalten sind (sog. Blue Chips), sowie nach Aktienfonds, die ihr
Sondervermögen auch mit Nebenwerten beimischen oder sogar
ausschließlich in Nebenwerte investieren.
Zusammengefaßt wird somit häufig
unterteilt in
Aktienfonds mit
Anlageschwerpunkt Deutschland,
Aktienfonds mit
Anlageschwerpunkt Ausland sowie
Aktienfonds als
Spezialitäten- bzw. Themenfonds.
  
Vorteile - Chancen- Risiken   Ihr Geld sollte dort arbeiten, wo es verdient wird: in
erfolgreichen Unternehmen. Als Aktionär sind Sie
Miteigentümer eines Unternehmens und profitieren davon in zweifacher
Hinsicht: Erstens bekommen Sie Dividenden (jährlich
ausgeschüttete Anteile am Unternehmensgewinn) und zweitens können
sie Kurssteigerungen,die den Wertzuwachs der Aktien
verkörpern, nutzen. Dividenden und Kurswerte sind allerdings nicht
konstant: Dividenden orientieren sich vornehmlich an der
Wirtschafts- und Unternehmenslage, Kurswerte werden insbesondere von
Angebot und Nachfrage der Aktien an der Börse beeinflußt.
| Aktienfonds
verschaffen Ihnen einen bequemen Zugang zu ausgewählten
Unternehmen in aller Welt und beteiligen Sie an deren
Erfolg. Wesentlich in diesem Zusammenhang
ist, daß man Aktien als langfristige Anlageform versteht und
einem Zeithorizont von mindestens 8 Jahren
folgt. |
 | Bei einer ertragsorientierten,
langfristigen Kapitalanlage sind die z.Z. 221 inländischen
Aktienfonds mit den folgenden Vorteilen die richtige
Wahl:
|
Kursgewinne:Trotz
zwischenzeitlicher Kursschwankungen (sog. Volatilität)
entwickeln sich die Erträge aus Aktien in der Regel
überdurchschnittlich. Auf lange Sicht sind Aktienanlagen damit
unschlagbar. Mit Aktienfonds erschließen Sie sich die
besonderen Chancen der
Aktienanlage. Laut Bundesverband
Deutscher Investment- Gesellschaftene.V. (BVI) schnitten
zwischen 1975 und 1996 Aktienfonds deutlich besser ab
als Rentenfonds. In den vergangenen 10 bis 35 Jahren
erwirtschafteten deutsche Aktienfonds Renditen zwischen 8,7
und 10,2%, europäisch ausgerichtete Aktienfonds im Schnitt
Renditen um 9,1% sowie weltweit streuende Aktienfonds Renditen
zwischen 6,3 und 8,6% jährlich. Insbesondere 1998 war das Jahr
der Aktienfonds mit Anlageschwerpunkt Europa. Mit einem
durchschnittlichen Wertsteigerung von 18,6% pro Anteil waren
europäische Aktienfonds 1998 eindeutig die Sieger. Die
Spitzenreiter erreichten dabei eine Wertsteigerung von 44,9%
. Die folgende Tabelle zeigt die einzelnen
durchschnittlichen Anlageerfolge der verschiedenen
Aktienfondstypen über verschiede Zeiträume auf (Quelle: BVI -
Wertentwicklung der Publikumsfonds zum
31.12.1998):
|
|
Anlage-
schwerpunkt
Deutschland |
allgemeiner
internationa-
ler
Anlage-
schwerpunkt |
Anlage-
schwerpunkt
Europa |
Anlage-
schwerpunkt
Amerika |
Anlage-
schwerpunkt
Fernost |
Anlage-
zeitraum |
1.
Quartal
1999 |
|
|
|
|
|
| 1
Jahr |
14,9% |
17,2% |
18,6% |
15,9% |
-7,9% |
| 5
Jahre |
102% |
73% |
98% |
138% |
-27% |
| 10
Jahre |
239% |
168% |
234% |
201% |
|
| 20
Jahre |
875% |
699% |
780% |
665% |
| |
|
Sachwertcharakter: Da Unternehmen Grundstücke, Anlagen und
Maschinen besitzen, können Aktien teilweise Schutz vor
Inflation bieten. Zwar werden in Phasen starker Inflation -
insbesondere bei einer sog. galoppierenden oder einer
Hyperinflation - beides Perioden extremer Geldentwertungen -
auch die Kurse der Aktien beeinträchtigt, doch kann wegen des
Sachwertcharakters bzw. des Substanzwertes des Unternehmens im
Zeitablauf teilweise der Schutz vor inflationsbedingten
Wertverlusten ausgenutzt
werden. |
|
Risikodiversifikation:
Bei Einzel- bzw. Direktengagements
kann die Wertentwicklung einer Aktienanlagestarken
Kursschwankungen unterliegen. Der beste Schutz vor
Kursverlusten ist der Kauf einer Vielzahl verschiedener
Aktien, deren Wertentwicklung untereinander möglichst
unabhängig (geringe Korrelation)
ist. Schon mit geringem Einsatz können
Anleger eine breite Streuung erreichen, indem sie eine
kollektive Anlageform wählen, nämlich den Aktienfonds. Mit breitstreuenden Aktienfonds werden Sie
unabhängig von den spezifischen Entwicklungen einzelner Aktien
und Sie können von den Chancen an den Aktienmärkten
profitieren. |
|
professionelles
Management: Erfahrene Fondsmanager
ermitteln und wählen - je nach Ausrichtung des jeweiligen
Aktienfonds - für Sie günstige Kaufgelegenheiten
chancenreicher Aktien aus und passen die Zusammensetzung des
Sondervermögens ständig den sich rasch wandelnden
Marktverhältnissen an. Das sog. Timing-Problem wird Ihnen
abgenommen. |
|
Anlegerschutz: Den Schutz
des Anlegers gewährleistet die Kontrolle der
Kapitalanlagegesellschaftendurch das Bundesaufsichtsamt für
das Kreditwesen in Berlin (BAKred) i.V.m.
dem Gesetz über Kapitalanlagegesellschaften
(KAGG). |
|
Steuervergünstigungen: Der
Erwerb von Investmentfondsanteilen wird steuerlich
begünstigt,denn der Fiskus läßt die Wertsteigerung der
Fondsanteile sowie die im Fonds realisierten Kursgewinne
weitgehend unangetastet. Investmentfondsanteile unterliegen
einem ermäßigten Steuersatz von 0,5% anstelle von 1% bei
Festgeld. Kursgewinne aus Aktien, die länger
als 6 Monate gehalten wurden, sind
steuerfrei. |
Eine Geldanlage ganz ohne Risiko
gibt es nicht und so sollten Sie sich bei der Planung Ihrer
Anlagestrategie über folgende Sachverhalte klar
werden:
|
Kursschwankungen:
Angebot und Nachfrage von Aktien schlagen sich
natürlich in Kursänderungen des entsprechenden Wertpapiers
nieder. In besonders schwankungsintensiven bzw. sog. volatilen
Märkten können in kürzester Zeit hohe Gewinne realisiert, aber
auch hohe Verluste gemacht werden.
Bei einer Investition in
„Blue Chips", den gößten und umsatzstärksten Aktien, ist mit
weniger starken Volatilitäten (Kursschwankungen) zu rechnen
als bei Nebenwerten und Börsenneulingen. Wer auf Nebenwerte
und Börsenneulinge setzt, geht zwar höhere Risiken ein, erhält
sich aber dafür auch höhere Chancen auf
Kursgewinne.
Um Privatanlegern, die die
Kursrisiken scheuen, den Einstieg in Aktienfonds zu
erleichtern, werden seit Anfang der 90er Jahre auch
Aktienfonds mit Risikobegrenzung angeboten. Diese
sog. Garantiefonds sichern ihr Fondsvermögen vor
systematischen Kursrisiken mit sog. Derivaten ab. Durch dieses
Konzept soll einerseits ein potentieller Kursausschlag nach
unten begrenzt, aber andererseits trotzdem eine unbegrenzte
Beteiligung an Aufwärtsentwicklungen gewährleistet werden. So
beteiligen die meisten Garantiefonds den Anleger zu 50 bis 70%
am Anstieg eines zugrundeliegenden
Referenzindex. Zu beachten ist jedoch, daß eine
solche Absicherung mit Kosten verbunden ist, die die
Wertentwicklung des Fonds
beeinflussen. Garantiefonds haben beim deutschen
Publikum reges Interesse gefunden. Ende 1996 waren immerhin
rd. 2 Mrd. DM in solchen Fondskonzepten
investiert. |
|
Wechselkursrisiken:
Kaufen
Sie ausländische Wertpapiere oder
Anteile ausländischer Währungsfonds, ändert sich
der Wert Ihrer An- lage auch
mit der
Entwick- lung
des Wechselkurses der
jeweiligen Währung. |
 |
|
unterentwickelte
Aktienkultur: 1996 waren nur etwa 5,5% des
Geldvermögens der privaten Haushalte in Aktien investiert,
viel weniger als in anderen Ländern (in Frankreich dagegen ca.
16%, in Großbritannien und den USA jeweils ca.
21%). Nur 16% des Aktienumlaufs werden in Deutschland als
Daueranlagen von den privaten Haushalten gehalten, so daß eine
Konzentration des Aktienbesitzes bei den Unternehmen zu
verzeichnen ist. Das hat teilweise negative Folgen auf die
Marktliquidität einzelner Aktien. Erschwerend kommt die
geringe Zahl börsennotierter Unternehmen hinzu.
Lediglich 3.900 der 3 Mio. Firmen hatten 1996 die Rechtsform
der AG, nur 1/6 der 3.900 Firmen waren an einer Börse notiert
(sog. Publikums-AGs). Von 1991 bis 1996 wurden an heimischen
Börsen nur 77 inländische Gesellschaften an einer Börse neu
eingeführt (sog. going-publics), in den USA waren es dagegen
weit über 3.000 (vgl. Büschgen, in: FAZ , Nr.33 vom 8.2.1997).
Seit der Einführung des Neuen Markt Segments an der
Frankfurter Börse hat sich dieses Defizit des deutschen
Kapitalmarktes wesentlich
verbessert. |
Die Kapitalmarktstatistik für die inländischen
Aktienfonds entwickelte sich laut Deutscher Bundesbank in den
Jahren 1995 bis 1996 wie folgt:
|
|
|
1995 |
1996 |
| Mittelzu-/- abfluß |
+ 1,2 Mrd.
DM |
+ 1,1 Mrd.
DM |
| verwaltetes Fondsvermögen |
43,2 Mrd.
DM |
53,2 Mrd.
DM |
| Anteilumlauf |
593,6 Mio.
Stück |
602,8 Mio.
Stück |
      
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